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Bundesligafussball

Tönnies als Schalke-Boss bestätigt – Kabak verpflichtet

Gelsenkirchen – Clemens Tönnies bleibt der starke Mann in der Führung des FC Schalke 04 und soll den Fußball-Bundesligisten gemeinsam mit Millionen-Transfer Ozan Kabak aus der Krise führen.

«Ich nehme die Wahl an, die Arbeit geht jetzt los», erklärte Tönnies am Sonntag auf der Mitgliederversammlung nach seiner Wiederwahl in den Aufsichtsrat des Vereins. Der Unternehmer ist seit 2001 Vorsitzender des mächtigen Kontrollgremiums, von den 9568 stimmberechtigten Mitgliedern erhielt er 5599 Stimmen.

Mit der Verpflichtung von Kabak vom VfB Stuttgart verkündete der Traditionsclub seinen Mitgliedern in der Veltins-Arena eine Investition in die Zukunft. Der 19 Jahre alte Innenverteidiger, der dank einer Ausstiegsklausel Absteiger Stuttgart für 15 Millionen Euro verlassen kann, unterschreibt einen Fünfjahresvertrag bis 2024. «Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, eines der aktuell größten europäischen Talente für Schalke 04 zu gewinnen. Ozan Kabak hat sich trotz sehr namhafter Konkurrenz bewusst für unseren Club entschieden», erklärte Sportvorstand Jochen Schneider. Zudem verlängerte der Verein den Vertrag mit Weston McKennie vorzeitig ebenfalls bis 2024.

Die Personalentscheidungen, die auf der Mitgliederversammlung vor der Aussprache verkündet wurden, konnten die Emotionen etwas dämpfen. Die vergangene Saison hatte Schalke nach vielen Enttäuschungen auf dem 14. Tabellenplatz abgeschlossen, eine breite Opposition gegen Tönnies bildete sich aber nicht. Nur wenige der anwesenden Mitglieder forderten eine Abwahl des Aufsichtsratschefs, der kritische Töne anschlug. «Ich hatte viele schlaflose Nächte. Ich übernehme Verantwortung. Der Aufsichtsrat steht dafür gerade, den FC Schalke wieder nach vorne zu bringen», erklärte Tönnies.

Zuvor rechneten die Verantwortlichen mit der vergangenen Saison ab. «Wir haben 33 Punkte aus 34 Spielen geholt und von 17 Heimspielen zehn verloren. Das sind die Zahlen eines Absteigers», meinte Sportvorstand Jochen Schneider. Er fordert vom künftigen Team Leidenschaft und die entsprechende Mentalität: «Unser Ziel muss es sein, den Spielern die Werte von Schalke deutlich zu vermitteln.»

Bedenkliche Worte schlug Marketingvorstand Alexander Jobst an. «Ich mache mir große Sorgen. So große Sorgen wie noch nie, seitdem ich auf Schalke bin», sagte Jobst. Nach seiner Darstellung werde Schalke die Vermarktungserlöse 2019 zum ersten Mal nicht weiter steigern können. «Die anderen holen gewaltig auf oder hängen uns sogar ab. Wir drohen, den Anschluss zu verlieren», meinte Jobst und verwies auf den jüngsten Misserfolg.

Mit Blick auf die Spielstätte der Schalker verkündete Finanzvorstand Peter Peters eine Erfolgsbilanz und nannte den 1. Juli einen historischen Tag. «Wir haben es gemeinsam geschafft, im vergangenen Jahrzehnt unsere Finanzverbindlichkeiten um über 100 Millionen Euro zu senken. Morgen tilgen wir mit der letzten Rate den Kredit der Veltins-Arena», erklärte Peters. Er blickte auf die beste Bilanz der Vereinsgeschichte zurück: Das Geschäftsjahr 2018 konnte Schalke bei einem Umsatz von 350,4 Millionen Euro (Vorjahr: 240,1) mit einem Rekordüberschuss von 40,5 Millionen Euro abschließen.

Fotocredits: Tim Rehbein
(dpa)

(dpa)

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