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Bundesligafussball

Uli Hoeneß – Wutrede

Der FC Bayern München kommt im November des Jahres 2007 einfach nicht mehr zur Ruhe, dabei könnte alles so schön sein. In der Bundesliga sowie in der Gruppenphase des UEFA-Cups liegt der FC Bayern auf Platz eins und konnte bis auf wenige Ausnahmen auch in den einzelnen Spielen begeistern.

Eigentlich wollte man in diesem Jahr mit Transfers von Luca Toni und Frank Ribery den sportlichen Erfolg nach München holen und so viele Titel wie möglich schaffen, aber inzwischen ist man wieder zum Schema des „FC Hollywood“ zurückkehrt. Auslöser für die Wirren bei den Bayern war die Kritik des Vorstandsvorsitzenden Rummenigge, der nach dem Unentschieden gegen die Bolton Wanderers im UEFA-Cup lospolterte. Der weit überzogenen Kritik folgte eine Niederlage beim bisher schwächelnden amtierenden Deutscher Meister VfB Stuttgart, der ersten Niederlage überhaupt. Den Nimbus der Unbesiegbarkeit ist der FC Bayern jetzt jedenfalls los. Aber wer sonst keine Probleme hat, der schafft sich welche.

Uli Hoeneß, der Macher des FC Bayern, wetterte auf der Jahreshauptversammlung gegen die eigenen Fans und sorgte für Missmut unter den Anhängern. In guter Trapattoni-Manier polterte er gegen die Fanbasis, die sich über die schlechte Stimmung in der Allianz-Arena beschwerten. Hier eine kleine Auswahl der Sprüche:

1. „Das ist doch populistische Scheiße. Für die Scheißstimmung seid ihr doch zuständig und nicht wir. Was glaubt ihr eigentlich, was wir das ganze Jahr machen, um euch für sieben Euro ins Stadion zu lassen. Euch finanzieren doch die Leute in der Loge“

2. „Wenn es um die Stimmung geht, seid ihr gefordert und nicht wir!“

3. „Es kann nicht sein, dass wir uns jahrelang den Arsch aufreißen und dann so kritisiert werden.“

Und erst einmal in Fahrt, stellte der Manager auch gleich wichtige soziale Unterschiede klar:

1. „Was glaubt Ihr, wer Euch finanziert? Die Leute aus den Logen, denen wir das Geld aus der Tasche ziehen.

2. Warum glaubt ihr eigentlich, warum wir den Leuten in der Loge das Geld aus der Tasche ziehen? Das Stadion hat 350 Millionen Euro gekostet – das ist nicht mit sieben Euro aus der Südkurve zu finanzieren!“

Hier gibt es den Beweis in Bild und Farbe:

[youtube p_o348o4b2I]

Damit dürfte Uli Hoeneß aber die Grenze des guten Geschmackes übertreten haben. Es ist jedenfalls noch nicht bekannt, dass die Stimmung in den Stadien aus den Logen kommt. Auch dürften dort Menschen zu finden sein, die sich mit den Fanartikeln und den Merchandising-Produkten ausstatten, immerhin eine beachtliche Einnahmequelle des Vereins. Die Gegner des Nobel-Clubs aus München reiben sich schon voller Hoffnung die Hände, auf das sich der FC Bayern München weiterhin auf diese Weise schwächt.