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Bundesligafussball

VfB Stuttgart: Gründe für die Entlassung Labbadias

Nach vier Pflichtspielniederlagen in Folge beurlaubten die Verantwortlichen des schwäbischen Bundesligisten am vergangenen Montag ihren Trainer Bruno Labbadia. Und das, obwohl er den Verein erst 2011 vor dem Abstieg rettete und in der letzten Saison bis ins deutsche Pokalfinale und damit in die Europa-League-Qualifikation führte. So ist nun einmal das Geschäft, doch eigentlich hatte der ehemalige Nationalstürmer beim VfB nie eine wirkliche Chance.

Kaum Euphorie unter Labbadia

Mit der hohen Erwartungshaltung des Traditionsvereins hatte Labbadia stets seine Probleme. Während Vorstand und Fans mit Euphorie und Optimismus auf die neue Saison blickten, wies der Trainer auf die Defizite seiner Mannschaft und die weiterhin schwierigen Bedingungen hin. Der Kader sei zu klein für die hohe Belastung im Laufe einer Saison und er könne nicht wirklich etwas aufbauen, weil er Kosten abbauen müsse. Viele warfen ihm vor, Pessimismus zu verbreiten und zu wenig auf die Jugend zu setzen. Auf Beobachter wirkte Bruno Labbadia immer etwas distanziert. Insbesondere die Fans wurden nie so richtig warm mit dem gebürtigen Darmstädter.

Wenige Sternstunden, umso mehr Kritik

Das 4:4 am 30. März 2012 in Dortmund war eine der wenigen Sternstunden von Labbadia als VfB-Trainer. Gerade die Heimspiele der Stuttgarter verliefen oft enttäuschend, was mit zum Zuschauerrückgang beigetragen haben dürfte. Aufgrund der anhaltenden Kritik ließ sich Labbadia in der vergangenen Saison zu einer Wutrede hinreißen, in der er sich über unzureichenden Respekt Trainern gegenüber beklagte. Der Fehlstart in die neue Saison kostete Labbadia nun den Job und beendete eine Zusammenarbeit, die eigentlich nie wirklich von Harmonie geprägt war.

Jugendtrainer als Nachfolger

Nun soll Thomas Schneider, der zuvor die U17 des VfB Stuttgart trainierte, das Ruder herumreißen und die Schwaben auf die Erfolgsspur zurückbringen. Zumindest kann man davon ausgehen, dass er den einen oder anderen Jugendspieler integrieren wird. Das allein dürfte die unzufriedenen Fans des Vereins optimistisch stimmen.

Foto von STAR PRESS