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Bundesligafussball

Werner führt deutsches Torjäger-Trio an

St. Petersburg – Diesen Patzer von Marcelo Diaz an der Strafraumgrenze hatte Timo Werner förmlich gerochen. Energisch sprintete der Leipziger an den Ball.

Der Rest war kinderleicht. Querpass auf Lars Stindl – Tor für Deutschland. Das lange beklagte deutsche Stürmerproblem hat sich im Confed-Cup-Sommer erst einmal erledigt. Und das mit einer historischen Bestmarke. Werner sicherte sich mit seinem Assist beim 1:0-Finalsieg gegen Chile den Goldenen Schuh als bester Offensivmann beim WM-Testlauf – vor Silbermann Stindl und Leon Goretzka. Mit seinem dritten Turniertor verdrängte Stindl in St. Petersburg noch Cristiano Ronaldo vom Torjäger-Stockerl.

Für Werner endete eine erfolgreiche aber auch schwierige Leipziger Premierensaison mit einem Ausrufezeichen auf internationaler Bühne – und mit einer Kopie von Thomas Müllers Kometenaufstieg vor sieben Jahren. Der Bayern-Profi debütierte im März 2010 gegen Argentinien (0:1) und wurde vier Monate später in Südafrika WM-Torschützenkönig. Werner trug in diesem März gegen England (1:0) erstmals das Adlertrikot und avancierte nun bei einem starken Finalauftritt zum Top-Torschütze des WM-Testlaufs.

Der Unterschied: Müller war schnell Everbodys Darling. Werner hängt die Schwalbe gegen Schalke und das Leipzig-Image weiter an. Die Sympathiewerte werden sicher steigen «wenn er bei der WM noch Tore macht», konstatierte Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff in Russland. In dieser Sommer-Verfassung ist der 21-Jährige eine echte Alternative für den noch gesetzten Mario Gomez bei der Russland-Rückkehr 2018.

Der Sommer-Trip 2017 begann für Werner nicht leicht. Ein Magen-Darm-Infekt warf ihn erst einmal zurück. Doch im Gegensatz zu Gute-Laune-Stürmer Sandro Wagner hinterließ der pfeilschnelle Junior auch bleibenden Turnier-Eindruck. Sicher auch bei Deutschlands Rekordtorschütze Miroslav Klose. Der Sturmtrainer-Assistent von Bundestrainer Joachim Löw konnte im Krestowski Stadion zufrieden die neuen deutsche Offensivpower registrieren.

Fotocredits: Marius Becker
(dpa)

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