Sky - Wählen Sie Ihr Lieblingsprogramm!
Bundesligafussball

Wunder oder Karma? Der HSV übersteht die Relegation erneut

Der HSV spielte eine unterirdische Saison. Der Abstieg wäre verdient: Vier Trainer in einer Saison, 25 Tore in 34 Spielen aber ein glücklicher Relegationsplatz. Nun bleibt der Dino nach einer glücklichen Schiedsrichterentscheidung im Relegationsrückspiel erstklassig. Und alles munkelt: Der Dino scheint wirklich unabsteigbar!



Nach einem schwachen Auftritt im Hinspiel präsentierte sich der Hamburger Sportverein im Karlsruher Wildparkstadion überraschend stark und präsent. Die erste Hälfte dominierten die Gäste, spielten sich nach fünf Minuten mehr Torchancen heraus als in 45 Minuten Hinspiel. Außerdem: Der HSV mit mehr als 66 Prozent Ballbesitz!

Die zweite Hälfte begann etwas zurückhaltender. Auch Karlsruhe kam ins Spiel, ohne sonderlich gefährlich zu werden. Ab Minute 70 wurde es dann sichtlich eng für die Hamburger. Ein Auswärtstor war Pflicht nach dem 1:1 im Hinspiel. Doch die Kugel wollte nicht ins Tor, zu ungenau waren die Hamburger Abschlüsse. Stattdessen brachte Karlsruhes Trainer Markus Kauczinski den Youngstar Reinhold Yabo für Hiroki Yamada, der in der 78. Minute den KSC in Führung brachte. Das änderte die Hamburger Situation kaum – ein Tor musste her. Und zehn Minuten vor Schluss stürmten alle Rothosen nach vorne. Ein Torschuss jagte den nächsten. Pfosten, Keeper und Gegenspieler retteten kurz vor der Linie.

Die Nachspielzeit: Schiedsrichter Manuel Gräfe ließ vier Minuten anzeigen. Da schießt Hamburgs Slobotan Rajkovic Karlsruhes Jonas Meffert an, der sich mit angelegtem Arm wegdreht. Gräfe entscheidet auf Freistoß kurz vor dem Strafraum. Fehlentscheidung: Jonas Meffert ist mit dem Arm weder aktiv zum Ball gegangen noch hatte er seine Körperfläche vergrößert.

Ausgleich: Mittelfeldmann Marcelo Díaz tritt an und setzte den Ball perfekt ins obere linke Eck. Hamburg steht Kopf. Nach weiteren drei Minuten pfeift Gräfe zur Verlängerung. Der HSV nun mit deutlichem Vorteil: Zum einen mental, zum anderen reicht ein Tor um dem KSC zwei abfordern zu können (die Tore des Auswärtsteams zählen doppelt).

Eine müde Verlängerung scheint im Elfmeterschießen zu münden. Doch Nicolai Müller trifft in der 115. Minute zum 2:1 nach einer hervorragenden Vorlage vom eingewechselten Cléber Reis. Der HSV gewinnt das Spiel glücklich und auch etwas verdient 2:1.

Es scheint, als habe der HSV das Glück für sich gepachtet. Ohne Kacars irregulären Treffer gegen den SC Freiburg am 32. Spieltag hätte der HSV den Relegationsplatz nicht erlangt und ohne den Pfiff von Schiedsrichter Manuel Gräfe wohl auch die Relegation nicht für sich entschieden! Der HSV ist vielleicht wirklich unabsteigbar…

Video: YouTube