Bundesligafussball

Achtes Spiel ohne Sieg: Werder Bremen verliert gegen Schalke

Bremen – Ausgerechnet der Lieblingsgegner Schalke 04 hat die Probleme von Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga weiter verschärft. Durch Tore von Amine Harit (43. Minute) und Benito Raman (53. Minute) gewann die Mannschaft von Trainer David Wagner im Weser-Stadion verdient mit 2:1 (1:0).

Der Bremer Anschlusstreffer gelang Yuya Osako erst in der 80. Minute. Während Schalke durch diesen Sieg den Erzrivalen Borussia Dortmund überholte und zumindest vorerst auf einen Champions-League-Platz sprang, umfasst Werders Sieglos-Serie in der Liga jetzt acht Spiele. Im schlimmsten Fall droht die Bremer nach den beiden Sonntagsspielen des FC Augsburg und FSV Mainz 05 nur noch das bessere Torverhältnis vom Relegationsplatz zu trennen. Vor 42.100 Zuschauern half ihnen diesmal auch die Statistik nicht weiter, dass Werder in seiner Erstliga-Historie keinen Gegner häufiger besiegt hat als S04.

Die Schalker verdienten sich diesen Erfolg durch einen zumindest 60 Minuten lang abgeklärten und flexiblen Auftritt. Hinten variierten sie ständig zwischen einer Abwehrreihe mit drei oder vier Verteidigern. Doch egal, ob der Spanier Omar Mascarell sich weit zurückfallen ließ oder ins Mittelfeld aufrückte: Werders Angreifer Milot Rashica und Osako kamen gegen diesen Verbund kaum zur Geltung.

Chancen hatten beide Teams zunächst nur selten, sieht man einmal von einem Pfostenschuss des Schalkers Daniel Caligiuri in der 25. Minute ab. Der Unterschied war nur: Schalke hatte dieses Spiel eine Stunde im Griff. Werder aber war taktisch und auch von der individuellen Qualität her unterlegen und lief diesem Umstand lange hinterher.

Zwar kam der schwedische Nationalspieler Ludwig Augustinsson sechs Monate nach einer schweren Knieverletzung endlich zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz in dieser Saison. Doch dass eine exorbitant lange Verletztenliste immer kürzer wird, bedeutet eben auch: Trainer Florian Kohfeldt muss ständig andere Spieler wieder an sein Team heranführen. Ob nun im ersatzgeschwächten oder immer besser aufgestellten Zustand: Bei Werder konnte sich in dieser schwierigen Saison bislang noch keine funktionierende Formation finden.

Immerhin: Werder gab sich am Samstag auch nach dem schnellen 0:2 kurz nach der Pause nicht auf. Kohfeldt brachte kurz darauf die mittlerweile 41 Jahre alte Stürmerlegende Claudio Pizarro und damit wieder deutlich mehr Schwung in die zuvor so mauen Angriffsbemühungen. Schalke hatte zum ersten Mal größere Mühe, eine Drangperiode mit Chancen für Rashica (61.), Philipp Bargfrede (65.) und Pizarro (78.) zu überstehen. Und gerade als es so aussah, als hätten sie das geschafft, traf Osako per Abstauber zum 1:2.

Eine klare Chance zum Ausgleich hatte Werder danach aber nicht mehr. Die Schalker brachten den Sieg trotz ihres Einbruchs nach dem zweiten Tor recht mühelos über die Zeit. Schon am Freitag soll gegen Union Berlin endlich auch der erste Heimsieg seit zwei Monaten her.

Fotocredits: Carmen Jaspersen
(dpa)

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