Bundesligafussball

Ausverkauf beim KSC

Eigentlich müsste man beim KSC auf Wolke sieben schweben, denn mit dem 2:0 gegen den 1.FC Nürnberg hat man auch den Rückrundenauftakt erfolgreich gestaltet. Zudem erfreute man sich gleich über den ersten Bundesligatreffer von Joshua Kennedy, der erst im Winter zum KSC gekommen war.

Den umgekehrten Weg wollen anscheinend aber mehrere Spieler des KSC gehen. Bereits im Winter verkündete der bisher überragende Spielmacher Tamas Hajnal seinen Abschied in Richtung Dortmund. Noch im Sommer hatte sich niemand für den agilen Mittelfeldspieler interessiert, der beim 1.Fc Kaiserslautern keine wirklich Akzente setzen konnte. Eigentlich hätte Hajnal aus den Fehlern der Vergangenheit lernen müssen und weiter für den KSC spielen sollen. Zumal gerade Dortmund in den letzten Jahren ein Sammelsurium an gescheiterten Spielmachern geworden ist, weder ein Rosicky noch ein Piernaar konnten sich wirklich durchsetzen. KSC-Manager Dohmen kommentierte den Wechsel seines Spielers etwas süffisant mit folgenden Worten: „So ein Angebot muss man annehmen, schließlich kann er dort sehr viel Geld verdienen. Mit der sportlichen Perspektive muss mir aber keiner kommen. Dortmund steht weit hinter uns.“ (Kicker) Bereits nach der vergangenen Saison hatte sich die Borussia die Dienste von Federico gesichert, der sich aber in Dortmund noch keinen Stammplatz erobern konnte.

Aber auch andere Spieler scheinen in Fokus anderer Vereine geraten zu sein. Besonders die Abwehrspieler erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit, so sollen Maik Franz und Mario Eggimann ebenfalls in Dortmund auf der Einkaufsliste stehen, weiterhin ist Linksverteidiger Eichner mit seinem Angebot unzufrieden und kündigte an, sich nach möglichen Alternativen umzuschauen. Undank ist der Welten Lohn, werden sich die Verantwortlichen denken, denn kaum ein Spieler des jetzigen Kaders hätte vor dieser Saison eine große Perspektive bei einem anderen Verein gehabt, nur dank der Bühne KSC konnte sie sich in den Vordergrund spielen.

Um für Klarheit zu sorgen und auch die nächste Saison sinnvoll planen zu können, hat die Führungsetage den Spielern ein Ultimatum gestellt. „Wer für 5000 Euro im Monat mehr gehen will, der muss gehen. Wir haben den Spielern Angebote unterbreitet, die für unsere Verhältnisse sehr gut sind. Wir haben eine Deadline bis Ende März gesetzt. Danach werden wir die Angebote zurückziehen. Das heißt nicht, dass wir die Spieler nicht halten wollen, aber dann für weniger Geld“ so Manager Dohmen im Kicker.

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