Bundesligafussball

Gladbach geht gegen Rassisten und Hetzer vor

Mönchengladbach – Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach will zukünftig gegen rassistische und hetzerische Kommentare in den Social-Media-Kanälen rigoros vorgehen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einleiten.

Damit reagierte der Club auf entsprechende Kommentare, nachdem man in der vergangenen Woche eine gemeinschaftliche Video-Aktion mit Borussia Dortmund, Schalke 04 und dem 1. FC Köln gegen Rassismus veröffentlicht hatte.

«Was wir seitdem in den Kommentarspalten erleben, lässt uns fassungslos zurück. Die Bearbeitung der vielen rassistischen, hetzerischen und menschenverachtenden Kommentare dauert bis zur Stunde an!», teilte der Club auf seinem Vereinsportal mit. Man sei dankbar, dass die Mehrzahl der Borussen-Fans versuche, diesen Menschen mit Vernunft und Fakten entgegen zu treten.

«Diese Rassisten und Hetzer werden wir auf unseren Social-Media-Kanälen zukünftig noch rigoroser sperren. Wir behalten uns vor, jeden Einzelfall nachzuverfolgen, zu prüfen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einzuleiten und/oder Hausverbote auszusprechen. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum», teilte der Verein mit.

Der Club stehe für Toleranz, Respekt und gegen Rassismus. «Wir schämen uns abgrundtief für jeden einzelnen ‚Fan‘ von Borussia Mönchengladbach, der eine andere Auffassung vertritt. Vereinsmitglieder, die diesen Werten entgegenstehen, fordern wir auf, die Mitgliedschaft zu kündigen», hieß es in der Mitteilung.

Die vier Fußball-Bundesligisten hatten am vergangenen Freitag mit einem gemeinsamen Video eine Botschaft gegen Rassismus gesendet. Unter dem Motto «In den Farben getrennt, im Fußball vereint – No Racism» wurde ein Video veröffentlicht, in dem die Botschaften der Spieler Jadon Sancho (Dortmund), Marcus Thuram (Gladbach), Anthony Modeste (Köln) sowie Weston McKennie (Schalke) vom vorherigen Spieltag gezeigt wurden.

Fotocredits: Martin Meissner
(dpa)

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