Bundesligafussball

Klinsmann erwartet «großes Spiel gegen Freiburg»

Berlin – Trainer Jürgen Klinsmann hat bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC bis zur Winterpause einen klaren Plan. «Wir fahren mit hohem Tempo Richtung Weihnachten und haben dann hoffentlich ein paar Punkte mehr unterm Baum», sagte der Ex-Bundestrainer vor dem Training des Hauptstadtclubs.

Das 2:2 am Freitagabend bei Eintracht Frankfurt bewertete der 55-Jährige nach der Rückkehr nach Berlin als «eine richtig gute Leistung der Mannschaft, richtig erfrischend mit Energie und Willenskraft».

Es gehe nun in den nächsten Wochen darum, daran anzuknüpfen. Dass sein Team eine scheinbar komfortable Führung (2:0) noch verspielt hat, soll keine Rolle mehr spielen. «Jetzt kommt ein großes, großes Spiel gegen Freiburg nächste Woche», sagte Klinsmann vor dem Duell mit den Breisgauern am nächsten Samstag (15.30 Uhr/Sky) im heimischen Olympiastadion. Hertha habe in Frankfurt «ein tolles Zeichen gesetzt. Wir werden weiter volle Pulle arbeiten», betonte Klinsmann auf dem Trainingsgelände der Berliner.

Wichtig sei es, weiter die richtige Einstellung zu zeigen. Auch gegen Freiburg fordert der frühere US-Nationaltrainer Leidenschaft von seinen Profis. «Wenn du unten drin steckst, dann geht es nicht um Schönspielerei und Zauberfußball, sondern dann geht es darum, Punkte zu holen», sagte Klinsmann und ergänzte: «Wenn du auf Gegner triffst, die auch körperbetont spielen, dann müssen wir eine Reaktion zeigen. Die Spieler haben kapiert, dass wir austeilen müssen, wenn es darauf ankommt.»

Klinsmann bleibt trotz vieler Debatten in der vergangenen Monaten ein Befürworter des Videobeweises. «Bei zehn Entscheidungen sind mit Sicherheit sieben oder acht garantiert immer richtig, bei einer oder zwei werden wir immer diskutieren. Im Großen und Ganzen ist es ein richtiger Schritt», sagte der Ex-Bundestrainer

Klinsmann ist allerdings auch dafür, die Abläufe stetig zu verbessern. «Dieses Warten ist natürlich total nervig, für die Zuschauer, die Spieler und uns auf der Bank», sagte der 55-Jährige, der bei Hertha auf Ante Covic gefolgt war. Ein gutes Vorbild könnten laut des früheren US-Nationaltrainers die amerikanischen Profiligen sein. Dort gibt es seit Jahren Entscheidungen nach Videobeweisen und das Publikum hätte sich daran gewöhnt. «Die amerikanischen Sportarten haben aber den Vorteil, dass es bei der Spielzeit kein Problem ist. Die Uhr wird einfach angehalten», sagte Klinsmann. Das sei beim Fußball nicht so einfach möglich und würde noch Probleme bringen.

Fotocredits: Uwe Anspach
(dpa)

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