Bundesligafussball

Leipzig macht sich Namen in Europa: «Sind kein Wunschgegner»

Lyon – Mit dem Einzug in das Achtelfinale der Champions League als Gruppensieger hat RB Leipzig den nächsten Meilenstein gesetzt.

Die Sachsen werden mittlerweile nicht mehr nur in der Bundesliga gefürchtet, sondern haben sich auch auf der größten Fußballbühne des Kontinents einen Namen gemacht. «Viele Mannschaften haben vor uns Respekt. Denn wir haben gezeigt, wie gut wir sind, wenn wir ans Limit gehen. Da wollen wir weitermachen», sagte Spielmacher Emil Forsberg.

Der schwedische Nationalspieler (9. Minute) hatte im abschließenden Gruppenspiel in Lyon per Foulelfmeter für die Führung gesorgt, Timo Werner (33.) ebenfalls per Strafstoß erhöht. Dass Lyon am Ende durch Houssem Aouar (50.) und Memphis Depay (82.) noch zum 2:2 kam, sorgte dennoch für Unmut. «Die zweite Halbzeit war gar nichts. Wenn man mit zwei Toren führt, muss man gewinnen», betonte Forsberg.

Dennoch langte das Remis zu Platz eins in der Gruppe G und Leipzig bekommt bei der Auslosung am Montag einen Gruppenzweiten. «Einfache Gegner gibt es unter den besten 16 Mannschaften in Europa nicht mehr», sagte Sportdirektor Markus Krösche. Ein Blick auf die Mannschaften, die als Zweiter qualifiziert sind, gibt dem 39-Jährigen recht: Real Madrid, Tottenham Hotspur, SSC Neapel und der FC Chelsea sind dort zu finden.

Leipzig sieht sich als Neuling in der K.o.-Phase trotzdem nicht als Kanonenfutter. «Es ist nicht so einfach gegen uns zu spielen. Man hat das in der Gruppenphase und in der Liga gesehen, wie gut wir spielen. Ich glaube nicht, dass alle uns als Wunschgegner haben», meinte Krösche.

Zunächst gilt der Fokus allerdings der Liga. Drei Spiele hat RB noch vor Weihnachten, zweimal muss man auswärts ran. «Wir wollen diesen Lauf fortsetzen und alle Spiele gewinnen. Dann haben wir eine super Hinrunde gespielt», sagte Krösche.

Für den Sportdirektor liegt für die ruhige Jahreszeit allerdings ordentlich Arbeit auf dem Schreibtisch. Denn RB würde gern Defensiv-Allrounder Benjamin Henrichs vom AS Monaco verpflichten. Zudem könnten selten eingesetzte Spieler wie Marcelo Saracchi den Club verlassen. «Das sind alles Themen, die auf uns zukommen», sagte Krösche. In den nächsten Wochen will er sich mit den betreffenden Spielern zusammensetzen und Lösungen besprechen.

Fotocredits: Laurent Cipriani
(dpa)

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