Bundesligafussball

Mainz 05 beendet Negativserie mit Sieg in Frankfurt

Frankfurt/Main – Der FSV Mainz 05 hat mit einem 2:0 (1:0) im Rhein-Main-Derby bei Eintracht Frankfurt seine Negativserie von fünf sieglosen Spielen gestoppt und den Druck auf die Konkurrenz im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga erhöht.

Moussa Niakhaté (43. Minute) und Joker Pierre Kunde Malong (77.) bescherten den Rheinhessen am Samstag den ersten Erfolg seit Ende Februar. Mit 31 Punkten bleiben die Mainzer zwar Tabellen-15., vergrößerten aber ihr Polster auf einen Abstiegsplatz auf sechs Punkte. Der Tabellenvorletzte Werder Bremen spielt allerdings erst am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg. Für die Eintracht haben sich die letzten leisen Hoffnungen auf Europa durch die Niederlage endgültig zerschlagen.

Nach dem 0:1 in der Vorwoche gegen die TSG 1899 Hoffenheim veränderte FSV-Trainer Achim Beierlorzer seine Startelf gleich auf fünf Positionen. Diese Maßnahme zeigte Wirkung, denn die Mainzer kamen wesentlich besser in die Partie als die Hausherren. Mit aggressivem Pressing und viel Laufbereitschaft beeindruckten die Gäste die Eintracht, die kaum gefährliche Angriffe initiierte.

Anders die Mainzer, die nach einer halben Stunde zwei dicke Chancen verzeichneten. Erst vergab Robin Quaison (29.) freistehend, dann drosch Taiwo Awoniyi (31.) den Ball aus kurzer Distanz über das Tor.

Den Frankfurtern um Abwehrchef Makoto Hasebe, der mit seinem 309. Einsatz zu Asiens Bundesliga-Rekordspieler avancierte, fehlte drei Tage nach dem überzeugenden 3:0 in Bremen ein wenig die Frische. Lediglich wenn Filip Kostic zu Soloaktionen ansetzte, wurde es für die 05er gefährlich. Der 27 Jahre alte Flügelspieler verzog jedoch zweimal knapp.

Kurz vor der Pause wurden die intensiven Bemühungen der Mainzer belohnt. Nach einer Ecke stieg Abwehrspieler Niakhaté im Zentrum völlig frei hoch und ließ Eintracht-Torwart mit einem wuchtigen Kopfball keine Abwehrchance. Stefan Ilsanker, in Bremen noch gefeierter Doppel-Torschütze, hatte nicht aufgepasst. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hätte Jean-Philippe Mateta die Führung sogar ausbauen können, doch der Franzose vergab aus Nahdistanz.

Nach dem Wechsel kam die Eintracht mit frischem Personal – Timothy Chandler und Mijat Gacinovic ersetzten Almamy Touré und Bas Dost – und mehr Offensivpower aus der Kabine. Doch die erste Druckphase verpuffte schnell, weil Mainz weiter dagegenhielt und sich immer wieder befreite. Bei den stets gefährlichen Kontern fehlte zweimal nicht viel am 2:0 – doch sowohl Mateta (53.) als auch Quaison (67.) standen bei ihren Treffern im Abseits.

Mitte der zweiten Halbzeit hatten die Gäste das Geschehen wieder fest im Griff – und kamen durch den eingewechselten Kunde zur Entscheidung. Der Kameruner ging nach seinem Tor auf ein Knie und setzte damit ein Zeichen gegen Polizeigewalt und Rassismus in den USA.

Fotocredits: Alexander Hassenstein
(dpa)

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