Bundesligafussball

Rasantes 3:1 – Siegreiche Bayern «nicht im siebten Himmel»

München – Hauptsache gewonnen. Nach dem fast schon traditionsgemäßen Sieg des FC Bayern München im Bundesliga-Eröffnungsspiel stellten beim deutschen Fußball-Serienmeister alle das positive Resultat über die Defizite.

«Wir sind nicht im siebten Himmel. Aber für uns war es wichtig, einen guten Auftakt zu haben. 3:1 zu gewinnen ist erstmal positiv», sagte Thomas Müller nach der Auftaktpartie gegen Bayer Leverkusen.

Die ersten 90 Minuten der 55. Bundesligaspielzeit boten zahlreiche Facetten: drei Münchner Standardtore, ein Unwetter, das den Beginn der zweiten Hälfte verzögerte, dazu den ersten Videobeweis und eine erstaunlich instabile Münchner Defensive, die den Gästen noch viel mehr Torchancen eröffnete als jene, die Admir Mehmedi zum 1:3 nutzte (65. Minute). «Ich kann mich an kein Spiel erinnern, bei dem wir hier in München so viele Chancen hatten», meinte Bayer-Torwart Bernd Leno.

Effektiver war der Favorit, der den ersten Minischritt zum sechsten Meistertitel am Stück machen konnte. Und zumindest die energische Startphase mit dem Doppelschlag per Kopf durch die Neuzugänge Niklas Süle (9.) und Corentin Tolisso (18.) sah meisterlich aus.

«Man hat gesehen, dass wir nicht an der Leistungsobergrenze sind. Das ist aber gar nicht schlecht, wenn man am ersten Spieltag noch Luft nach oben hat und trotzdem das Spiel gewinnt», sagte Torschütze Süle. Er und die beiden anderen Neuzugänge Tolisso und Sebastian Rudy zählten neben Neuer-Vertreter Sven Ulreich im Tor zu den positiven Erscheinungen.

«Wir haben früh getroffen. Und dann haben wir nicht gut verteidigt», rügte Trainer Carlo Ancelotti. Trotzdem gelang kurz nach der Pause sogar noch das 3:0 durch Robert Lewandowski (53.). Der Pole traf per Elfmeter nach dem ersten Videobeweis der Bundesliga-Historie.

Schiedsrichter Tobias Stieler hatte das Foul von Charles Aranguiz an Lewandowski auf dem Spielfeld nicht klar erkannt. Nach der Prüfung der Szene durch den Videoassistenten zeigte er aber auf den Punkt. «Das ist genau die Situation, wo der Videoassistent helfen kann, den Fußball gerechter zu machen», urteilte der Unparteiische aus Hamburg.

Stieler freute sich am meisten über die aus seiner Sicht absolut geglückte Premiere des Videobeweises. Er befürwortet die technische Hilfe uneingeschränkt: «Wir Schiris sind nicht perfekt, wir machen Fehler. Und wenn sie dann so korrigiert werden – wunderbar.»

Fotocredits: Andreas Gebert
(dpa)

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